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	<title>Verbraucherportal &#187; Verrentung</title>
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		<title>Verrentung von Immobilien</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 12:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Manche Ideen klingen so einfach und so bestechend, dass man sich  fragt, warum niemand früher darauf gekommen ist. Oder warum sie sich  nicht schon längst durchgesetzt haben, wenn sie doch so gut sind.  Solche Ideen gibt es selbst bei der Geldanlage &#8211; eine davon ist zum  Beispiel die, sein Haus [...]]]></description>
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<p>Manche Ideen klingen so einfach und so bestechend, dass man sich  fragt, warum niemand früher darauf gekommen ist. Oder warum sie sich  nicht schon längst durchgesetzt haben, wenn sie doch so gut sind.  Solche Ideen gibt es selbst bei der Geldanlage &#8211; eine davon ist zum  Beispiel die, sein Haus im Alter zu verrenten und so das vermeintlich  eingemauerte Kapital zu Geld zu machen.</p>
<p>Die Verrentung von  Immobilien ist eine Idee, von der eigentlich alle Seiten profitieren,  sagen Finanzexperten: Zum einen die Hausbesitzer, weil sie sich ein  lebenslanges Wohnrecht zusichern lassen und bis an ihr Lebensende eine  monatliche Rente kassieren. Sie treten ihren Besitz unmerklich, aber  doch Stück für Stück ab. Zum anderen profitieren die Hauskäufer, weil  sie zwar nicht sofort nach Belieben über das Haus verfügen können, aber  dafür auch keine hohen Kredite aufnehmen müssen und keine Kreditzinsen  an Banken zahlen, sondern nur die monatlichen Raten.<strong></strong></p>
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</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wird der Käufer ein Gewinner sein?</strong></p>
<p>Wo also ist der Haken? Oder warum sonst hat  sich diese Idee hierzulande nie wirklich durchgesetzt, obwohl sie in  den Vereinigten Staaten schon seit Jahrzehnten gängige Praxis ist,  genau wie in Großbritannien &#8211; und man sie da auch flächendeckend nutzt?</p>
<p>Es  liegt vor allem daran, dass die Immobilien-Verrentung so etwas wie eine  Wette ist, bei der niemand sagen kann, wer sie am Ende gewinnt. Der  Hausbesitzer hat dabei noch die besten Karten, denn der lässt sich ja  das lebenslange Wohnrecht samt Rente zusichern. Aber ob der Käufer am  Ende wirklich ein Gewinner ist? Es kann ihm so gehen wie dem hessischen  Familienvater, der mit einer alten Dame vereinbarte, ihr eine  monatliche Leibrente bis an ihr Lebensende zu zahlen, wenn er dafür  nach ihrem Ableben ihr Haus für sich und seine drei Kinder bekäme. Drei  Monate später starb sie bereits.</p>
<p>Aber es kann ihm auch gehen wie dem französischen Notar  André-Francois Raffray, damals 47 Jahre alt. Der schloss einen  ähnlichen Vertrag mit einer 90-jährigen Dame. Und bereute ihn  vermutlich irgendwann. Er selbst starb 30 Jahre später, mit 77. Da  lebte die Wohnungsbesitzerin noch immer. Sie wurde 127 Jahre alt und  ging als ältester jemals lebender Mensch in die Geschichte ein.</p>
<p><strong>Risikobedenken</strong></p>
<p>Wie  es ausgeht, weiß vorher keiner. Genau das ist auch der Grund, weswegen  es hierzulande kaum Anbieter gibt, die solche Modelle auf den Markt  bringen. Oder warum die, die es tun, sie alsbald wieder kassieren. Die  Allianz Dresdner Bauspar AG hatte sich im Jahr 2000 an dem Modell  versucht, es aber später wieder aufgegeben. Die Bausparkasse LBS sagt  seit jeher, dass es dafür keinen Markt gebe. Und die Versicherung  Hannoversche Leben wird zwar gern als Vorreiter angeführt, stellt aber  klar, sie biete gar keine Immobilienverrentung an, „weil das  Langlebigkeitsrisiko nur schwer zu kalkulieren ist“, sondern eine  „Rentenhypothek“.</p>
<p>Die aber funktioniert ganz anders: Dabei nehmen  Hausbesitzer im Alter eine Hypothek auf &#8211; aber nicht für die Rente,  sondern weil sie größere Renovierungen oder Reparaturen vornehmen  müssen. Dafür beleihen sie ihr Haus. Sie bekommen den Kredit zu einem  Zinssatz, der zwar mit knapp fünf Prozent durchaus marktüblich ist, zu  dem ihnen aber vermutlich andere Banken keinen Kredit mehr gegeben  hätten, weil mit steigendem Alter der Kreditnehmer das Ausfallrisiko  für die Bank steigt. Viele Institute erheben darum einen satten  Zinsaufschlag, der den Kredit teuer macht. Solche „Rentenhypotheken“  oder „Rückwärtsdarlehen“, gibt es auch in Deutschland öfter.</p>
<p><strong>Hohe Sicherheitspuffer drücken Rente</strong></p>
<p>Die  richtige Immobilienrente dagegen bieten nur wenige, etwa die  Investitionsbank mit der „Förder-Immorente“, die Münchener  Immobilienberatungsfirma GIV oder die Stiftung Liebenau mit der  „Zustifterrente“. Andere Banken und Versicherer wagen sich nicht an die  Immobilienrente, weil sie kaum zu kalkulieren ist: Wie hoch wird der  Wert des Hauses wohl in 20 Jahren sein, wenn es endgültig an die Bank  fällt? Wie gut hat der Besitzer es bis dahin gepflegt? Wie lange muss  die Rente gezahlt werden: 20 Jahre, 30, 40 Jahre?</p>
<p>Bei so vielen  Unsicherheiten neigen Banken oft dazu, so hohe Sicherheitspuffer  einzurechnen, dass sie am Ende nur maximal die Hälfte des Verkehrswerts  zur Verrentung ansetzen. „Am Ende bekommt der Besitzer nur 150 oder 200  Euro Rente, das lohnt sich für ihn nicht“, sagt Alexander Nothaft vom  Verband der Privaten Bausparkassen. In Amerika sei das anders: Da  sichert der Staat den Banken per Bürgschaft zu, dass sie dabei nicht  draufzahlen.<strong></strong></p>
<p><strong><br />
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      </strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Am besten privat organisieren</strong></p>
<p>Hierzulande  könnte das Geschäft aber trotzdem für beide Seiten in Schwung kommen,  denn vier Millionen Eigenheimbesitzer, so schätzt das Zentraum für  Europäische Wirtschaftsforschung, sind über 60. Und das Verrenten  könnte für beide Seiten sogar gewinnbringend sein. Nämlich dann, wenn  Käufer und Verkäufer es auf eigene Faust mit Notar und Gutachter  einfädeln. Idealtypischerweise sollten sich Käufer und Verkäufer  bereits kennen. Dann können Hausbesitzer besser einschätzen, ob der  Käufer die Monatsraten verlässlich bezahlt oder sich übernimmt.</p>
<p>Und  es gibt noch einige Tricks zu beachten: Der Hausbesitzer sollte sein  lebenslanges Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lassen. Dann verkauft er  zwar sein Haus, kann es aber trotzdem ganz oder teilweise nutzen. Lässt  er sich auch das Nießbrauchsrecht zusichern, kann er sogar Räume  vermieten und die Miete einstreichen. Vorsicht aber: Wird er zum  Pflegefall, bekommt das Sozialamt das gleiche Recht.</p>
<p>Attraktiver  wird das Geschäft auf Gegenseitigkeit, wenn der Besitzer nicht alle  Räume weiter bewohnt, sondern nur einige, etwa eine abgeschlossene  Einliegerwohnung. Dann jedenfalls läuft der Käufer nicht Gefahr, 30  Jahre Raten zu zahlen und am Ende so alt auszusehen wie der  französische Notar Raffray.</p>
<p><em>Quelle: faz.net</em></p>
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