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	<title>Verbraucherportal &#187; Union</title>
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	<description>Versicherungen und Finanzen</description>
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		<title>Krankenversicherung &#8211; Radikale Reform von Union und FDP</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 13:18:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheitssystem]]></category>
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Schwarz-Gelb will das Gesundheitssystem fundamental umbauen: Die  Beiträge sollen zum Teil auf einkommensunabhängige Prämien umgestellt  werden.
Die künftige schwarz-gelbe Koalition plant eine radikale Reform der  Krankenversicherung: Die Beiträge sollen zum Teil auf  einkommensunabhängige Prämien umgestellt und ein Sozialausgleich über  das Steuersystem eingeführt werden.
Das teilten die Unterhändler  Ursula von der [...]]]></description>
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<p>Schwarz-Gelb will das Gesundheitssystem fundamental umbauen: Die  Beiträge sollen zum Teil auf einkommensunabhängige Prämien umgestellt  werden.</p>
<p>Die künftige schwarz-gelbe Koalition plant eine radikale Reform der  Krankenversicherung: Die Beiträge sollen zum Teil auf  einkommensunabhängige Prämien umgestellt und ein Sozialausgleich über  das Steuersystem eingeführt werden.</p>
<p>Das teilten die Unterhändler  Ursula von der Leyen, Philipp Rösler und Barbara Stamm mit. Unmittelbar  soll sich nichts ändern; zunächst soll eine Regierungskommission die  Details ausarbeiten. Start der Reform soll etwa 2011 sein, sagte von  der Leyen.</p>
<table border="0" width="200" align="right">
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<p>Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung  müssen sich auf steigende Kosten einstellen. Ein Teil des Geldes zur  Deckung des erwarteten Defizits von 7,5 Milliarden Euro im kommenden  Jahr soll aus der Erhöhung des Beitrags kommen, den Versicherte alleine  zahlen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus Verhandlungskreisen.  Der Rest soll eingespart beziehungsweise über ein Bundesdarlehen aus  Steuergeldern überbrückt werden. Der Arbeitgeberbeitrag von heute  sieben Prozent des Bruttolohns soll fest bleiben.</p>
<p>In der Arbeitsgruppe Familie einigten sich Union und FDP auf eine  Erhöhung des Kinderfreibetrags und des Kindergeldes. Der Freibetrag für  Kinder solle auf 8001 Euro und zugleich das Kindergeld auf 200 Euro  erhöht werden, sagte der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis, der in der  Arbeitsgruppe die CSU vertritt, im Deutschlandfunk. &#8220;Das wurde  einstimmig beschlossen.&#8221; Beim Betreuungsgeld und beim Bau-Kindergeld  als Ersatz für die abgeschaffte Eigenheimzulage habe es dagegen keine  Einigung gegeben. Das müsse nun von der großen Koalitionsrunde  verhandelt werden.</p>
<p>Der Gesundheitsbereich zählte in den vergangenen drei Wochen zu den  schwierigsten Themenfeldern der Koalitionsverhandlungen. Es ging um die  Frage, wie das prognostizierte Finanzloch der Krankenkassen von 7,5  Milliarden Euro im nächsten Jahr gestopft werden kann und um die  Zukunft des von der FDP kritisierten Gesundheitsfonds.</p>
<p><!-- Stoerer //--><br />
<!-- END Stoerer //--></p>
<p>Klar war bereits am Donnerstagabend, dass gut  vier Milliarden Euro des Defizits im kommenden Jahr mit Steuermitteln  ausgeglichen werden sollen. Strittig war zuletzt, ob die  Zusatzbeiträge, die die Krankenkassen bei Bedarf erheben dürfen, von  bisher einem Prozentpunkt auf zwei erhöht werden sollen. Den  Zusatzbeitrag können die gesetzlichen Krankenkassen zusätzlich zum  Einheitsbeitrag erheben, wenn sie mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds  nicht auskommen.</p>
<p>Die scheidende Gesundheitsministerin Ulla  Schmidt griff die künftigen Koalitionspartner scharf für deren  Gesundheitspläne an. &#8220;Schwarz-Gelb entpuppt sich als Koalition für die  Besserverdiener. Jetzt beginnt die Eiszeit in der Sozialpolitik&#8221;, sagte  Schmidt der Oldenburger <em>Nordwest-Zeitung</em>. Die Pläne gingen zugunsten der privaten Krankenversicherung und zulasten der gesetzlich Versicherten.</p>
<table border="0" width="200" align="right">
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<p>Dadurch,  dass die Arbeitgeberbeiträge festgeschrieben werden sollten, würden die  steigenden Kosten in der Zukunft durch den medizinischen Fortschritt  und die höhere Lebenserwartung einseitig auf die Versicherten  abgewälzt. Künftig könne &#8220;nur wer Geld hat&#8221; sich über  Zusatzversicherungen mehr leisten. &#8220;Mehr Festzuschüsse,  Mehrkostenregelungen, mehr Freiheit für die Versicherten &#8211; das sind  alles Formulierungen, hinter denen Belastungen für Arbeitnehmer und  Rentner versteckt werden&#8221;, erklärte Schmidt.</p>
<p>Tatsächlich werde  bei der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung &#8220;die Axt an das  Solidarprinzip gelegt&#8221;. Der von einem Teil der Ärzte praktizierte  Zweiklassenservice solle jetzt &#8220;zur gesetzlich fixierten  Zweiklassenmedizin werden&#8221;, kritisierte die Ministerin.</p>
<p>Die Kassenärzte warnten unterdessen vor einer Abschaffung der Praxisgebühr und regen eine Reform an. In der <em>Bild</em>-Zeitung  sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein,  Leonhard Hansen: &#8220;Es wäre Unfug, die Praxisgebühr abzuschaffen. Das  System braucht das Geld.&#8221; Hansen forderte, die Lenkungsfunktion der  Praxisgebühr zu verstärken und den Facharztbesuch deutlich zu  verteuern. Union und FDP haben sich bei ihren Verhandlungen darauf  verständigt, die Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal zu überprüfen.  Die Koalition will zudem die Preise für Arzneien neu regeln.</p>
<p><em>Quelle: Sueddeutsche.de</em></p>
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