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	<title>Verbraucherportal &#187; Pflege-TÜV</title>
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		<title>Fragwürdige Ergebnisse beim Pflege-TÜV</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 12:46:39 +0000</pubDate>
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Fast 70 Prozent der Altersheime erhalten beste Noten &#8211; Kritiker sehen dagegen &#8220;schwerwiegende Mängel&#8221;. 
Fachleute aus der Pflegebranche haben mit Unverständnis auf die  erste Bilanz des Pflege-TÜVs reagiert. Dem Zwischenbericht zufolge, den  der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) am  Donnerstag vorstellte, sind die Zustände in deutschen Pflegeheimen zu  [...]]]></description>
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<p><strong>Fast 70 Prozent der Altersheime erhalten beste Noten &#8211; Kritiker sehen dagegen &#8220;schwerwiegende Mängel&#8221;. </strong></p>
<p>Fachleute aus der Pflegebranche haben mit Unverständnis auf die  erste Bilanz des Pflege-TÜVs reagiert. Dem Zwischenbericht zufolge, den  der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) am  Donnerstag vorstellte, sind die Zustände in deutschen Pflegeheimen zu  fast 70 Prozent gut oder sogar sehr gut. &#8220;Das ist grotesk&#8221;, sagte der  Pflegeexperte Claus Fussek. &#8220;Die Branche ist am Limit, und die Lage  wird einfach mit einem absurden Kompensationssystem vernebelt.&#8221; </p>
<p>Damit  spielte er auf die Berechnung der neuen Pflegenoten an: Diese setzen  sich aus 82 Kriterien zusammen, für die jeweils eine Schulnote von eins  bis fünf, also von &#8220;sehr gut&#8221; bis &#8220;mangelhaft&#8221; vergeben wird.  Untereinander sind diese Kriterien nicht gewichtet. </p>
<p>So kann zum  Beispiel eine gute Note für jahreszeitliche Feste eine schlechte Note  im Umgang mit Medikamenten ausgleichen. Die 82 Kriterien sind in vier  Untergruppen unterteilt: &#8220;Pflege und medizinische Versorgung&#8221;, &#8220;Umgang  mit Demenzkranken&#8221;, &#8220;Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung&#8221; sowie  &#8220;Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft, Hygiene&#8221;.</p>
<table border="0" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
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      </strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Weitere Überprüfungen</h3>
<p>Aus  diesen Gruppen wird eine Gesamtnote für jedes Heim errechnet, die im  Internet veröffentlicht wird. Durch die übersichtliche Darstellung soll  Angehörigen und Pflegebedürftigen die Suche nach einem Heim erleichtert  werden. Geplant ist, dass bis Ende 2010 alle 10.300 zugelassenen Häuser  in Deutschland überprüft werden. Nun liegen die Ergebnisse für die  ersten 1057 Heime vor. </p>
<p>Demnach sollen 67,7 Prozent der  stationären Einrichtungen &#8220;gut&#8221; oder &#8220;sehr gut&#8221; sein. Mit  &#8220;befriedigend&#8221; wurden 24,2 Prozent ausgezeichnet. Schlechte Noten  wurden deutlich seltener vergeben: &#8220;Ausreichend&#8221; sind den Prüfern  zufolge nur 6,9 Prozent der Heime, &#8220;mangelhaft&#8221; sogar nur 1,1 Prozent &#8211;  das sind zwölf von mehr als 1000 Einrichtungen. </p>
<p>Betrachtet man  die vier Untergruppen, zeichnet sich ebenfalls ein überaus positives  Bild ab: Im Bereich &#8220;Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft, Hygiene&#8221; etwa  wurden 78,4 Prozent der Einrichtungen mit &#8220;sehr gut&#8221; bewertet,  &#8220;mangelhaft&#8221; nicht einmal ein Prozent. Auch bei &#8220;Soziale Betreuung und  Alltagsgestaltung&#8221; waren die Ergebnisse glänzend: 44,7 Prozent der  Heime wurden sehr gute Leistungen attestiert, 6,4 Prozent allerdings  auch mangelhafte. Am häufigsten wurden mangelhafte Ergebnisse im  Bereich &#8220;Umgang mit Demenzkranken‘‘ festgestellt (9,5 Prozent).</p>
<p>&#8220;Insgesamt haben wir in Deutschland eine hinreichende Qualität bei  den Pflegeheimen&#8221;, sagte GKV-Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Voß. &#8220;Dass  wir mit den neuen Pflegenoten bereits in den ersten Wochen die  mangelhafte Qualität in zwölf Pflegeheimen aufdecken konnten,  bestätigt, dass es gut und richtig war, konsequent auf Transparenz zu  setzen.&#8221;</p>
<p>Auch Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen  Dienstes des Spitzenverbands der Krankenkassen, lobte, die Noten würden  &#8220;endlich Transparenz&#8221; schaffen. Sie zeigten aber auch, dass eine Reihe  von Einrichtungen in die Verbesserung der Qualität investieren müsse.</p>
<table border="0" width="200" align="right">
<tbody>
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<td><strong><br />
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      </strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>&#8220;Schwerwiegende Mängel&#8221;</h3>
<p>Adelheid  von Stösser, Vorsitzende des Pflege-Selbsthilfeverbands, sagte  hingegen: &#8220;Bei der großen Mehrheit der Heime gibt es schwerwiegende  Mängel&#8221;. Das sei angesichts des viel zu niedrigen Personalschlüssels  kaum anders denkbar. Die Noten seien das vorhersagbare Ergebnis eines  Fragenkatalogs, an dessen Ausarbeitung die Heimträger maßgeblich  mitgewirkt haben, gibt sie zu bedenken. </p>
<p>Auch Claus Fussek  erklärte: &#8220;Dass es durch dieses System nur gute Heime geben würde, war  zu erwarten&#8221; &#8211; zumal es einen Boom bei Beratungsfirmen und Anwälten  gebe, die die Heime exzellent auf die Prüfung vorbereiteten und bei  schlechten Noten sofort einschritten. </p>
<p>Zudem kosten die Tests  die Pflegeversicherung Millionen. Der GKV-Spitzenverband rechnet für  jede vollständige Prüfung mit 4500 Euro. Bei 10.300 Heimen macht das  mehr als 46 Millionen. Die ersten Zeugnisse sind seit Mitte November über  die Seite www.pflegenoten.de abrufbar.</p>
<p><em>Quelle: sueddeutsche.de</em></p>
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