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	<title>Verbraucherportal &#187; KKH-Allianz</title>
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		<title>Erhöhung der Beiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 11:39:28 +0000</pubDate>
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Erste Kassen kündigen Zusatzbeitrag an 
Die DAK und die  KKH-Allianz sind die beiden ersten großen gesetzlichen Krankenkassen, die  Zusatzbeiträge erheben werden. &#34;Ich werde meinem Verwaltungsrat empfehlen,  ab Februar acht Euro zu nehmen&#34;, sagte der DAK-Vorsitzende Herbert  Rebscher. KKH-Allianz-Vorstandsmitglied Rudolf Hauke kündigte für Ende Februar  ebenfalls einen entsprechenden Beschluss des [...]]]></description>
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<p><strong>Erste Kassen kündigen Zusatzbeitrag an </strong></p>
<p>Die DAK und die  KKH-Allianz sind die beiden ersten großen gesetzlichen Krankenkassen, die  Zusatzbeiträge erheben werden. &quot;Ich werde meinem Verwaltungsrat empfehlen,  ab Februar acht Euro zu nehmen&quot;, sagte der DAK-Vorsitzende Herbert  Rebscher. KKH-Allianz-Vorstandsmitglied Rudolf Hauke kündigte für Ende Februar  ebenfalls einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungrates an. Auch einige  Betriebskrankenkassen wollen mitziehen, unter ihnen die BKK Westfalen-Lippe.</p>
<p>Der Spitzenverband der  gesetzlichen Krankenkassen rechnet damit, dass weitere Kassen nachziehen.  Verbandschefin Doris Pfeiffer erwartet in den kommenden Monaten flächendeckende  Zusatzbeiträge. &quot;Ich gehe davon aus, dass wir zum Ende des Jahres,  spätestens im nächsten Jahr bei allen Versicherten solche Zusatzbeiträge haben  werden“, sagte sie im Deutschlandfunk.</p>
<p><strong>Kassenverband sieht kein  &quot;Managementproblem&quot;&#8230;</strong></p>
<p> Der Schätzerkreis der gesetzlichen  Krankenversicherung hatte das Defizit der gesetzlichen Kassen vor Kurzem auf  7,8 Milliarden Euro beziffert. Abzüglich der zusätzlichen Bundesmittel bliebe  somit noch eine Lücke von 3,9 Milliarden Euro. Nach Auffassung von Pfeiffer ist  dies aber keine Folge eines &quot;Managementproblems&quot;. Vielmehr seien die  Kosten für Ärzte, Krankenhäuser und Arzneimittel immer weiter gestiegen,  während die Einnahmen zurückgingen. &quot;Das ist ein Problem, das alle Kassen  haben&quot;, betonte sie.</p>
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</tr>
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</table>
<p>&#8230;und stellt Forderungen an die Bundesregierung</strong></p>
<p>Die Verbandschefin  forderte von der Bundesregierung, den weiteren Ausgabenanstieg im  Gesundheitssystem zu stoppen sowie die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel  abzusenken &#8211; so wie es gerade auch bei der Hotelbranche geschehen sei. Ein  ermäßigter Steuersatz auf Medikamente würde Einsparungen von 2,3 bis 2,4  Milliarden Euro bringen, sagte sie. Auch mehr Wettbewerb &#8211; etwa bei Verträgen  von Kassen mit Krankenhäusern &#8211; könne Einsparpotenzial liefern.</p>
<p>Auch Unionsfraktionsvize  Johannes Singhammer mahnte stärkere Sparanstrengungen im Gesundheitswesen an.  Zudem verlangte er von den Krankenkassen größere Anstrengungen, die Kosten im  Griff zu behalten. Er sehe mit Interesse, dass es Kassen gebe, die zunächst  ohne Zusatzbeitrag auskämen, sagte der CSU-Politiker der &quot;Berliner Zeitung&quot;.  Es gebe also &quot;offenbar Möglichkeiten, im geplanten Kostenrahmen zu  bleiben&quot;.</p>
<p><strong>&quot;Arbeitgeber werden verschont&quot;</strong></p>
<p>  Massive Kritik an den  Plänen der gesetzlichen Kassen kam von den Wohlfahrtsverbänden. Die Aufschläge  seien unsozial, sagte die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher,  der &quot;Frankfurter Rundschau&quot;. &quot;Damit verschieben sich die Lasten  noch stärker einseitig auf die Arbeitnehmer und Rentner.&quot; Die Arbeitgeber  würden dagegen verschont. &quot;Vor allem für viele Rentnerinnen sind acht Euro  ein Betrag, der weh tut&quot;, sagte Mascher.</p>
<p><strong>SPD kündigt eigenes Reformkonzept an</strong></p>
<p>Auch die SPD protestierte  gegen den Zusatzbeitrag. Die Gesundheitsexpertin der Partei, Carola Reimann,  bezeichnete diesen als &quot;kleine Kopfpauschale&quot;, die unabhängig vom  Einkommen erhoben werde. Sie warf Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler  Tatenlosigkeit vor. Dem FDP-Politiker fehle &quot;offenbar der Mut, sich gegen  die Pharmaindustrie in Stellung zu bringen&quot;.</p>
<p>Der  SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kündigte ein Alternativkonzept seiner Partei  zur Gesundheitspolitik der Bundesregierung an. Dies solle in den kommenden  Monaten vorgelegt werden. Darin wolle die SPD die Zusatzbeiträge abschaffen,  weil Einkommensschwache sonst besonders belastet würden, so Lauterbach in der  &quot;Saarbrücker Zeitung&quot;.</p>
<p>2007 hatte die SPD  gemeinsam mit dem Regierungspartner CDU &#8211; im Rahmen des Gesundheitsfonds &#8211; den  gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit eingeräumt, Zusatzbeiträge zu  erheben.</p>
<p><strong>Zusatzbeitrag für Krankenkassen</strong></p>
<p>Gesetzliche Krankenkassen  können einen Zusatzbeitrag erheben, wenn sie mit dem Geld aus dem  Gesundheitsfonds nicht auskommen. Diesen müssen Versicherte zusätzlich zum  Einheitsbeitrag von derzeit 14,9 Prozent allein zahlen. Er ist auf ein Prozent  des beitragspflichtigen Einkommens begrenzt, das sind maximal etwa 37 Euro. Bei  einer Summe von bis acht Euro kann der Zusatzbeitrag pauschal von allen  Versicherten erhoben werden, bei einer höheren Summe muss nach den  Einkommensverhältnissen differenziert werden.</p>
<p><em>Quelle: tagesschau.de</em></p>
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