Test Rechtsschutzversicherung
Arbeitsplatz-, Wohnungs- oder Führerscheinverlust – davor ist niemand sicher. Doch die Betroffenen können kämpfen. Besser geht das mit einer Rechtsschutzversicherung im Rücken.
Nun kommt der Anwalt sogar ins Haus. Erstmals bietet der Hamburger Rechtsschutzversicherer Advocard diesen Service an. “Jeder unserer Kunden kann den Home-Service ohne einen Prämienzuschlag nutzen”, erläutert Sprecherin Sonja Adelhelm. Entscheidend sei nur, dass ein versicherter Rechtsschutzfall vorliegt und der Kunde in der Nähe eines der 51 servicewilligen Anwaltsbüros wohnt.
Einen Anspruch auf den Hausbesuch eines Juristen hat der Versicherte allerdings nicht. Ähnliches gilt für die vorsorgliche Rechtsberatung für jeden Lebensbereich, die von einigen Rechtsschutzversicherern lautstark angepriesen wird: Nach der marktweiten Untersuchung von ÖKO-TEST, die gemeinsam mit dem Analysehaus Morgen & Morgen aus Hofheim durchgeführt wurde, haben derzeit nur zwei Anbieter ein solches Serviceangebot rechtlich sicher in ihren Bedingungen verankert.
Rechtsschutz galt lange als überflüssig
In den Augen vieler Verbraucherschützer wurde die Streitschutzpolice lange Zeit als unnötiger Ballast angesehen. Doch die Zeit hat sich gewandelt. “Für Vielfahrer und alle, die ihren Arbeitsplatz bedroht sehen, kann eine Rechtsschutzversicherung durchaus sinnvoll sein”, sagt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen. Doch gleichzeitig warnt sie potenzielle Kunden: “Niemand darf sich der Illusion hingeben, dass mit der Rechtsschutzversicherung jeder Streit ohne Kosten ausgetragen werden kann.”
Quelle: oekotest.de
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