Tipps zur Geldanlage 2010
Wer in nächster Zeit nicht mit einer Erholung auf dem Kapitalmarkt rechnet, hat bei der Geldanlage durchaus Alternativen. Sachwerte bieten einen guten Schutz gegen Inflation und können mittel- bis langfristig beständige Renditen einbringen.
Gold
Die Hersteller von Goldbarren- und Münzen haben jetzt Hochkonjunktur. In Krisenzeiten boomt das Edelmetall und wird auch von Kleinanlegern durchaus geschätzt. Der Goldpreis ist hoch – das heißt: wer sich jetzt für Gold entscheidet, kauft es teuer ein. Innerhalb eines Jahres hat der Goldpreis um rund 38 % zugelegt. Der Trend zeigt nach oben. Kleine Kursrücksetzer können zum Einstieg genutzt werden.
Generell gilt allerdings: Gold sollte nach Möglichkeit nur als Beimischung zu anderen Anlagen im Tresor liegen. Egal, ob Barren oder Münzen: das Edelmetall bringt keine Zinsen ein. Wer auf Gold setzt, dessen Rendite ist also einzig und allein vom Kurs abhängig – und der kann durchaus auch wieder mal nach unten gehen. Dazu Finanzexperte Prof. Wolfgang Gehrke: "Gold glänzt nur in Krisenzeiten und es ist deshalb etwas für Pessimisten. In normalen Zeiten aber ist Gold etwas, mit dem man viel Geld verlieren kann. Insofern ist Gold sogar etwas für Spekulanten und das sollen all diejenigen berücksichtigen, die Gold meinen kaufen zu müssen, weil sie sicher sein wollen."
Immobilien
In Folge der Finanzkrise verzeichnen Immobilien-Makler eine erhöhte Nachfrage. Wohneigentum gilt als wertbeständig und das niedrige Zinsniveau macht eine Kreditfinanzierung durchaus attraktiv. Dennoch ist es natürlich auch beim Immobilienkauf wichtig, die entscheidenden Kriterien zu beachten. Dazu Dietmar Stich, Immobilienmakler aus München: "Lage, Lage und nochmals Lage. Von der Wertbeständigkeit gefragt nach wie vor Innenstadt-Lagen mit der entsprechenden Infrastruktur wie U-Bahn, S-Bahn. Auch wichtig: Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten."
An diesem Punkt sind sich die Experten einig: gute Citylagen haben die besten Chancen auf steigende Preise. Mit dem richtigen Wohneigentum können sich Anleger also zuverlässig gegen wirtschaftliche Turbulenzen absichern. Finanzexperte Prof. Wolfgang Gehrke: "Wenn wir davon ausgehen, dass wir höhere Inflationsraten bekommen – und das ist gar nicht unwahrscheinlich, denn die Haushalte sind so hoch mit Schulden belastet und man wird eher mit Geldentwertung rechnen müssen – dann lohnt sich die Immobilie. Insbesondere die selbst genutzte Immobilie. Die Wohnimmobilie ist ein guter Inflationsschutz."
Ackerland
Viele professionelle Investoren kaufen jetzt Ackerland – und immer mehr Privatanleger folgen diesem Beispiel. Grund und Boden gilt tatsächlich als Anlageklasse mit Zukunft. Vor allem in Ostdeutschland sowie Mittel- und Osteuropa könnten die Preise künftig noch deutlich anziehen. Wer sich für Ackerland interessiert, kann sich beim Kauf von Spezialisten unterstützen lassen.
Firmen wie z.B. die Agrarius AG aus Bad Homburg vermitteln Land und Pächter. Auch private Investoren sollten allerdings über ein Kapitalvolumen verfügen, das in etwa dem Kaufpreis eines Eigenheims entspricht. Dazu Finanzexperte Prof. Wolfgang Gehrke: "Nur im großen Stil lohnt sich Ackerland heutzutage als Investition – und da ist das Preisniveau so niedrig, dass sich Ackerland durchaus als Inflationsschutz eignet."
Quelle: Ard.de
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